Soweit ich das einordnen und nachvollzihen konnte, ist es bei uns weder zu einem Hack noch zu geklauten Daten gekommen. Nur einige Komponenten haben offensichtlich durch die Neukonfiguration unseres Providers Strato nicht mehr funktioniert. Jetzt habe ich die Seite wieder aus dem Wartungsmodus genommen und alle Mitglieder können normal zugreifen.
Für mich bedeutet das hier an dieser Stelle, dass wir mit unserem System gut fahren – etwaige IT-Schwachstellen, die es immer mal gibt, haben insgesamt auch so eine hohe Relevanz für andere Firmen und Institutionen, dass diese immer relativ schnell durch die Welt der IT behoben werden. Wenn unsere Site auch mal einen Ausfall hat, läuft sie auch relativ schnell wieder. Und in unserer Website sind jetzt keine Staatgeheimnisse abgelegt 😉
Resümee für Euch 🤞: Ihr könnt der WKC Website trauen – dennoch würde ich empfehlen, kein Passwörter auf unserer kleinen Paddelwebsite zu nutzen, mit denen ihr auch wichtige Dinge Eures Lebens, wie Eure Bankkonten oder ähnliches, sichert.
Die größte Fachmesse des Paddelsports in Europa fand vom 30. September bis 2. Oktober mit rund 150 Ausstellern statt. Der Schwerpunkt lag auf leichteren, vielseitigeren Booten, elektrischer Unterstützung, sicherheitsorientierter Ausrüstung und nachhaltigeren Materialien.
Folgende Produkte wurden im Rahmen der Paddle Sports Product of the Year Awards ausgezeichnet. Die Jury bewertete dabei Produkte für die Saison 2026; insgesamt wurden zwölf Kategorien prämiert.
Die automatische Lodestone-Leash und die NRS Vector PFD zeigen, dass Sicherheitsausrüstung stärker auf konkrete Unfallsituationen und bessere Bewegungsfreiheit ausgelegt wird. Besonders interessant ist die Kombination aus sicherem Halt im Normalbetrieb und automatischer Trennung bei einer Verfangsituation.
Mehrere Neuheiten versuchen, unterschiedliche Einsatzbereiche abzudecken:
Der Valley Genesis 14.10 soll kurze, spielerische Abmessungen mit Tourentauglichkeit verbinden.
Der Lekker Petrel kombiniert Stabilität und Geschwindigkeit mit Stauraum für längere Touren.
Der Palm x Hobson Eclipse richtet sich an Paddler, die sowohl Flusswellen als auch Brandung nutzen möchten.
Für Tourenpaddler ist das ein interessanter Trend: Statt eines spezialisierten Bootes geht es zunehmend um möglichst vielseitige Kajaks, die auf Tagestouren, Fitnessfahrten und kleineren Expeditionen funktionieren.
Mit dem BMW x SipaBoards Tourer Electric wird elektrisches Paddeln stärker als eigenständiges Produktsegment sichtbar. Das Board soll durch integrierten Jet-Antrieb, Selbstaufblasfunktion und Paddelsteuerung leichter zugänglich werden. Es ist allerdings eher eine motorisierte Ergänzung zum Paddelsport als ein klassisches SUP im sportlichen Sinn.
Die Messe zeigte Nachhaltigkeit nicht nur als allgemeines Markenversprechen, sondern direkt im Material:
recyceltes Nylon aus alten Fischernetzen bei Palm,
vollständig recycelte Stoffe bei Level Six,
PFAS-freie Ausrüstung und Bekleidung,
langlebige Konstruktionen für anspruchsvolle Einsatzbereiche.
Das ist besonders bei Trockenbekleidung relevant, weil dort bisher viele leistungsfähige Beschichtungen und Membranen mit problematischen Fluorchemikalien verbunden waren.
Beim Packraft JAWS Icare 4.x, dem Hobie iTrek Angler und dem Prijon Finna ist derselbe Grundgedanke erkennbar: geringeres Gewicht und einfacherer Transport, ohne die Produkte auf Freizeitnutzung zu beschränken. Für Bahnreisen, Camping, Wohnmobil und längere Anfahrten ist das wahrscheinlich der praktischste Messe-Trend.
Insgesamt war die Messe weniger von einer einzelnen revolutionären Bootskonstruktion geprägt. Auffälliger war die Kombination aus Multifunktionalität, geringem Packmaß, elektrischer Unterstützung, verbesserter Sicherheit und nachhaltigeren Materialien.
Wer auf unseren heimischen Gewässern – ob auf der Havel, Spree oder der Berliner Seenplatte – unterwegs ist, trifft meist auf eine Armada aus PE- und GFK-Booten. Kunststoff ist praktisch, unempfindlich und serienmäßig gefertigt. Doch Hand aufs Herz: Habt ihr nicht auch schon einmal neidisch hinterhergeblickt, wenn ein blitzend lackiertes Holzboot oder ein federleichtes, stoffbespanntes Skin-on-Frame-Kajak geräuschlos an eurer Vereinssteg-Kante vorbeigeglitten ist?
Ein Holzkajak ist nicht nur ein Sportgerät; es ist ein Kunstwerk, eine Lebenseinstellung und ein Stück angewandte Physik. Und das Beste daran: Man muss weder ein gelernter Bootsbauer mit jahrelanger Erfahrung sein noch eine eigene Tischlerwerkstatt besitzen. Direkt vor unserer Haustür in Berlin haben sich spezialisierte Werkstätten etabliert – und auch direkt bei uns vor Ort am Wannsee tut sich Erstaunliches!
In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Bauweisen, vergleichen Holz mit klassischen GFK-Kajaks sowie High-End-Rennkajaks, werfen einen genauen Blick auf die Berliner Kursanbieter und zeigen, warum das Konzept von “Deus Delighted” für unseren Verein ganz besonders spannend ist.
1. Warum Holz? Der Vergleich: Holzkajak vs. GFK-Tourenkajak vs. Rennkajak
Für Paddler, die den Umstieg von den typischen GFK-Booten (glasfaserverstärkter Kunststoff) oder den Einsatz im Renn- und Fitnessbereich erwägen, stellen sich vorab oft praktische Fragen. Holz wirkt im ersten Moment pflegeintensiv und empfindlich – doch wie schlägt es sich im Direktvergleich mit Touren- und High-End-Rennkajaks?
Eigenschaft
Holzkajak (Stitch & Glue / Skin-on-Frame)
GFK- / PE-Tourenkajak
Composite-Rennkajak (z. B. Carbon/Kevlar)
Gewicht
Sehr leicht (ca. 12–18 kg; Skin-on-Frame teils ab 12 kg)
Mittel bis schwer (ca. 22–28 kg je nach Schichtaufbau)
Extrem leicht (ca. 8–12 kg je nach ICF-Klasse / Material)
Steifigkeit & Dynamik
Sehr hoch durch Verbund aus Holz & Glasfaser/Epoxid
Ein modernes Holzboot in Verbundbauweise schlägt eine faszinierende Brücke zwischen der Laufruhe eines Tourenbootes und dem Leichtgewicht eines Rennkajaks:
Gegenüber Touren-GFK: Es spart oft 5 bis 10 kg Gewicht ein. Das macht sich nicht nur beim Aufladen auf den Autodachträger bemerkbar, sondern sorgt auch für eine spürbar spritzigere Beschleunigung auf den ersten Paddelschlägen.
Gegenüber Rennkajaks: Während reine Carbon-Rennkajaks extrem empfindlich gegenüber seitlichen Stößen, Steinen oder Unachtsamkeiten am Steg sind, verzeiht die Holz-Sandwichbauweise alltägliche Grundberührungen deutlich besser. Zudem bieten Selbstbau-Holzkajaks mehr Formstabilität für Gepäcktouren und rauere Gewässer.
2. Bauweisen im Überblick: Welches Boot passt zu mir?
A. Stitch & Glue (Nähen und Kleben)
Wie es funktioniert: Aus hochwertigem Bootsbausperrholz (z. B. Okoumé oder Sapele) werden die einzelnen Rumpf- und Decksplanken per Laser oder CNC-Fräse präzise zugeschnitten. Diese Platten werden mit Draht oder Kabelbindern („Stitch“) zusammengeheftet, bis die Form steht. Anschließend werden die Nähte von innen und außen mit Epoxidharz und Glasfaserbändern verklebt („Glue“) und der Rumpf komplett laminiert. Charakter: Sehr schnittige, Multiknickspant-Rümpfe mit hoher Formstabilität und moderner Ästhetik. Vorteil: Hohe Erfolgsgarantie, extrem passgenau, extrem robust.
B. Skin-on-Frame (Grönland- / Traditionelle Bauweise)
Wie es funktioniert: Aus Massivholzleisten (z. B. Esche, Kiefer oder Red Cedar) wird ein elastisches Holzskelett gefertigt. Dieses Skelett wird anschließend mit einem extrem belastbaren Gewebe (oft dicht gewebte Baumwolle oder ballistisches Nylon) fest bespannt und impermeabel beschichtet bzw. bemalt. Charakter: Bionisch, hochflexibel im Wellengang, extrem leicht. Vorteil: Unschlagbar geringes Gewicht (oft unter 15 kg) und ein unverfälschtes, traditionelles Paddelgefühl wie bei den Inuit.
C. Leistenbauweise (Strip Planking) & Klinkerbau
Wie es funktioniert: Feinste Holzleisten werden über ein Rahmengerüst (Mallspanten) geleimt und anschließend verschliffen sowie laminiert, oder wie beim Klinkerbau überlappend verlegt. Charakter: Klassische Eleganz mit organischen, rundlich geschwungenen Rumpfformen. Vorteil: Optisch die absolute Königsdisziplin, erfordert jedoch sehr viel Arbeitszeit.
3. Fokus: Deus Delighted – Ingenieurskunst& Lokalkolorit
Ein Anbieter sticht für uns besonders heraus: Deus Delighted von Andreas Deus. Andreas ist nicht nur Ingenieur und seit über 25 Jahren selbst leidenschaftliches Mitglied im Kanuclub Zugvogel Berlin e.V., er bringt als Strömungstechniker auch eine extrem hohe fachliche Expertise in den Bootsbau ein.
Seine Boote zeichnen sich dadurch aus, dass sie hydrodynamisch optimiert sind, ohne den Praxisbezug für uns Paddler zu verlieren. Im Vordergrund stehen durchdachte Konzepte, hervorragende Fahreigenschaften und die Freude am gemeinsamen Erbauen.
Direkter Bezug zu unserem Vereinsgelände & die Modelle „Wannsee“ und „ALVA 550“
Viele Vereinsmitglieder haben es vielleicht schon mitbekommen: Das Thema ist bei uns greifbarer als je zuvor! Unser Mitglied Kay-Uwe Brodersen (Brody) hat sein erstes Boot – das speziell entwickelte Modell „Wannsee“ – in der Werkstatt des Schülerinnen Ruderverbands Wannsee (SRVaW) direkt in unserer Nachbarschaft gebaut. Das Projekt hat Interesse und viele Fragen im Verein geweckt. Inzwischen legt Kay bereits sein zweites Boot bei uns auf Kiel: den schnellen Langstrecken-Gleiter ALVA 550.
Andreas hat die Entwicklung des Modell „Wannsee“ eng begleitet und unterstützt die Projekte tatkräftig. Kays Baufortschritt und der gesamte Entstehungsprozess wurden in sehr anschaulichen und aussagekräftigen YouTube-Videos dokumentiert. Alle Videos und tieferen Einblicke findet ihr direkt auf der Website unter www.deusdelighted-kayaks.com.
Vereins-Workshops vor Ort: Das Boot im eigenen Verein bauen!
Das Besondere am Konzept von Deus Delighted: Neben den regulären Kursterminen in Berlin (max. 4 Teilnehmende für eine extrem hohe Betreuungsdichte durch erfahrene Bootsbaumeister) bietet Andreas auch individuelle Vereins-Workshops an. Drüber hinaus kann man auch den Bau fertiger Boote bestellen. Bausatz- und Workshop-Optionen stehen grundsätzlich jedem zur Verfügung. Wer jedoch keine Zeit oder keinen Platz für den Selbstbau hat oder eine High-End-Ausführung bevorzugt, kann sich das Boot direkt bauen lassen.
4. Weitere Berliner Anbieter im Überblick
Neben Deus Delighted gibt es in der Region weitere spannende Adressen und Konzepte für Selberbauer:
Anbieter
Hauptsächlicher Bautyp
Standort
Deus Delighted Kayaks
Stitch & Glue / Perf.
Spandau
KAOS Berlin
Skin-on-Frame / Stoff
Oberschöneweide
UrbanIndian
Skin-on-Frame / Kanus
Oberschöneweide
Berger Boote
Stitch & Glue / Allround
Lichtenberg
Alveus Bootsbau
Klinker / Traditionell
Werder
KAOS Berlin & UrbanIndian
Websites:kaosberlin.de / urbanindian.org Fokus:Skin-on-Frame (Holzskelett mit Stoffbespannung) und Leichtbau-Kanus. Konzept: Im Kreativzentrum KAOS in Berlin-Oberschöneweide baut ihr unter der Leitung von Nikola Raspopovic in kleinen Gruppen innerhalb von etwa 5 Tagen euer eigenes Boot. Zunächst entsteht das feingliedrige Holzskelett aus Spanten und Längsleisten. Das Holz wird geölt, bevor der Rumpf mit naturbelassenem Baumwollstoff straff bespannt und anschließend mit wetterfester Farbe endbehandelt wird. Hinter UrbanIndian steht ebenfalls der Kajakentwickler Nikola Raspopovic (eng vernetzt mit der Werkstatt im KAOS Berlin). Der Fokus liegt auf wendigen, universell einsetzbaren Leichtbau-Kanus und -Kajaks. Der Workshop dauert in der Regel 5 Tage. Neben reinen Kursen in der Berliner Werkstatt werden teils auch Bau-Workshops in der Natur angeboten. Besonderheit: Extrem leichte Ergebnisse (Doppelpaddel-Kanus/Kajaks ab ca. 13 kg) und ein komplett ökologisch nachhaltiger Materialansatz. Die Jungfernfahrt findet direkt vor der Werkstatttür auf der Spree statt! Fokus auch auf Ergonomie, Leichtigkeit und die Kombination aus klassischem Kanubau mit moderner Linienführung. Zudem werden auch edle, maßgefertigte Holzpaddel hergestellt.
Berger Boote
Website:bergerboote.de Fokus:Stitch & Glue Allrounder. Konzept: Lutz Berger ist eine der bekanntesten Anlaufstellen für Selbstbau-Bausätze und Workshops in Deutschland. In seiner stilvollen Werkstatt auf dem Areal der historischen „Fahrbereitschaft“ in Berlin-Lichtenberg baut ihr in einem 6-Tage-Workshop (Montag bis Samstag) ein Boot eurer Wahl. Das Angebot reicht vom flotten Einer-Kajak über Mehrener-Kanus bis hin zu SUPs. Besonderheit: Hervorragend strukturierter Kursablauf. Nach 6 Tagen ist das Boot rohbaufest, formstabil, außen wie innen beschichtet und transportfähig für den Dachträger. Die feinen Endarbeiten (Feinschliff, Endlackierung zum UV-Schutz) werden zu Hause erledigt.
Alveus Bootsbau
Website:alveus-bootsbau.de Fokus: Klinkerbauweise und traditionelles Handwerk mit Hobel und Ziehklinge. Konzept: Bootsbaumeister Fritz Müller steht für kompromissloses Traditionshandwerk. In mehrtägigen Spezialkursen (z. B. 6 bis 9 Tage, teils an Wochenenden) baut man hier oft zu zweit als Team authentische Klinkerboote oder klassische Holzkanus. Besonderheit: Tiefes Eintauchen in die traditionelle Materialkunde, den Umgang mit Spezialwerkzeugen (Rauhbank, Ziehklinge) und formschöne Holzverbindungen. Ideal für Handwerksbegeisterte, die Bootsbau in seiner ursprünglichsten Form lernen wollen.
5. Zeitaufwand & Ablauf: Wie realistisch ist der Bau in einer Woche?
Viele Paddler fragen sich: „Kann ich als Laie ohne Schreinerlehre wirklich an einem Montag anfangen und am Samstag mein Boot nach Hause fahren?“
Die kurze Antwort lautet: Ja, das funktioniert – dank durchdachter Vorbereitung durch die Kursleiter.
Der typische Fahrplan eines 6-Tage-Workshops (Beispiel Stitch & Glue)
Tag 1: Vorbereitung & Vernähen – Bausatzteile ausrichten, stoßen, vernähen
Tag 2: Verkleben & Verharzen – Hohlkehlen ziehen, Nähte sichern
Tag 3: Rumpflaminat – Außenhaut mit Glasfaser & Epoxid überziehen
Tag 5: Deckslaminat & Schliff – Decksfläche laminieren, Anbauteile anpassen
Tag 6: Abnahme & Transport – Aushärtung prüfen, Verladen für Dachträger
Was bleibt für zu Hause?
Am Ende der Kurswoche ist das Kajak strukturell komplett fertig, wasserdicht verschlossen und stabil genug für den Transport auf dem Autodach.
Zuhause erfordert das Projekt noch etwa 15 bis 30 Stunden Nacharbeit:
Feinschliff: Glätten von Epoxidharz-Überständen.
UV-Schutzlackierung: Epoxidharz ist nicht dauerhaft UV-stabil. Es benötigt 2 bis 3 Schichten eines hochwertigen 1K- oder 2K-Bootslacks (Klarglasur).
Endmontage: Ausbau von Cockpit, Sitzpolstern, Decksleinen, Schenkelstützen und ggf. Steueranlage.
5. Voraussetzungen: Was musst du mitbringen?
Du benötigst keine Vorkenntnisse im Bootsbau oder der Tischlerei. Die Anleiter führen Schritt für Schritt durch alle Prozesse.
Handwerkliches Grundverständnis: Geduld, Genauigkeit, Feingefühl für Holz
Physische Ausdauer: 6 Tage stehende Arbeit & Schleifarbeit
Schutzmaßnahmen: Tragen von Atemschutz (Schleifstaub/Harz)
Transportmöglichkeit: Dachträger / Hänger für den Abtransport
6. Kostenrechnung: Was kostet das Traumboot?
Ein Selbstbau-Kajak ist preislich nicht mit einem günstigen Gebrauchtboot zu vergleichen, liegt aber meist auf dem Niveau eines hochwertigen Serien-GFK- oder Carbon-Kajaks. Dafür erhält man ein absolut einzigartiges Schiff.
Kostenstruktur (Beispielwerte):
Workshop-Gebühr / Betreuung: ca. 650 € bis 950 € (je nach Kursdauer und Betreuungsschlüssel). (Hinweis: Manche Anbieter bieten Rabatte für Bauteams, wenn zwei Personen an einem Boot arbeiten).
Material-Bausatz / Holz & Beschichtung: ca. 800 € bis 1.800 € (abhängig von Bootsgröße, Holzart, Schotten, Gepäckluken und Beschichtungsset).
Verbrauchsmaterial & Kursausstattung: Meist in der Kursgebühr enthalten (Schleifmittel, Pinsel, Epoxidharz, Arbeitsschutz).
Finish zu Hause: ca. 50 € bis 120 € für Bootslack, Pinsel und Dichtstoffe.
Gesamtkosten: Ein betriebsbereites, selbstgebautes Premium-Holzkajak schlägt in der Regel mit ca. 1.500 € bis 2.800 € zu Buche.
7. Werkstatt, Werkzeug & Nachbereitung für zu Hause
Wer das Boot nach dem Kurs mit nach Hause nimmt, braucht für den Feinschliff keinen professionellen Maschinenpark:
Stellplatz: Ein trockener Raum (Garage, Keller, Unterstand oder Vereins-Werkstatt) mit mindestens 15–20 °C Temperatur für die Aushärtung des Lackes.
Basic-Werkzeug:
Exzenterschleifer mit Absaugung (Körnung 80 bis 320)
Ziehklinge für feine Harznasen
Hochwertige Lackierwalzen (Schaumstoff/Kurzflor) und Lackierpinsel
Schutzmaske (Aktivkohle- / Partikelfilter P3)
8. Pflege, Reparatur und Lebensdauer
In Vereinskreisen hält sich hartnäckig der Mythos, Holzboote seien extrem empfindlich. Für moderne Holz-Epoxid-Kajaks gilt das keineswegs:
Robustheit im Alltagsbetrieb: Ein Rumpf, der mit Glasfaser und Epoxidharz geschützt ist, verzeiht Grundberührungen mit Kies oder Holz problemlos.
Pflegeaufwand: Das Boot sollte nach dem Paddeln trocken gelagert und nicht monatelang praller Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden (UV-Strahlung lässt den Lack mit den Jahren vergilben oder spröde werden). Alle 3 bis 5 Jahre reicht ein leichter Zwischenschliff mit einer neuen Schicht UV-Klarlack, um das Boot wie neu erstrahlen zu lassen.
Reparatur: Sollte nach einer heftigen Kollision doch einmal ein tiefes Loch im Holz sein: Stelle trocknen lassen, beschädigtes Holz/Gewebe ausschleifen, neues Glasfasergewebe mit Epoxid aufspachteln, verschleifen, drüberlackieren – fertig. Die Reparatur ist oft einfacher und unauffälliger durchzuführen als bei Gelcoat-Schäden auf GFK.
Fazit: Das ultimative Winter- oder Frühjahrsprojekt
Ein Kajak selbst zu bauen ist eines der erfüllendsten Abenteuer, die man als Wassersportler erleben kann. Von der ersten flachen Holzplanke bis zum feierlichen Bootstauf-Moment am Steg vergehen nur wenige Wochen. Auf dem Wasser belohnt euch ein Holzboot mit hervorragenden Laufeigenschaften, neidischen Blicken an jedem Rastplatz und dem unbezahlbaren Gefühl, mit den eigenen Händen etwas Dauerhaftes geschaffen zu haben.
Wer im kommenden Frühjahr oder Sommer mit einem echten Hingucker auf Tour gehen möchte, sollte sich frühzeitig bei den Berliner Anbietern informieren – die Workshop-Plätze für die Baukurse sind aufgrund der kleinen Gruppengrößen meist schnell ausgebucht!
Dass Kay ein zweites Boot baut, zeigt, wie anziehend das Thema ist. Wenn ihr neugierig geworden seid, schaut euch die Videos von Kay und Andreas unter www.deusdelighted-kayaks.com an. Bei entsprechendem Interesse im Verein können wir vielleicht Andreas Deus direkt zu uns für einen WKC-Workshop einladen!
Liebes WKC-Mitglied, wenn Du unverbindlich Interesse an so einem WKC Workshop bekunden möchtest, dann bitte einfach hier den Daumen hoch drücken! Die Info wird dann weitergegeben.
Ansonsten viel Spaß beim Planen und Holzspäne-Machen – wir sehen uns auf dem Wasser!
Jörg hatte nochmal nachgefragt bezüglich des bisher möglichen 10%-Globetrotter-Rabattes für WKC-Mitglieder.
Dieser Rabatt wird nun von Globetrotter (schwedischer Konzern Fenix Outdoor zu dem u. a. auch Fjällräven, Hanwag und Primus gehören) nicht mehr gewährt.
Angeblich sollen die lokalen Filialen im nächsten Jahr wieder mehr Mitspracherechte bei diesen Themen bekommen, so daß dann vielleicht wieder etwas möglich ist.
Kanu-Connection bietet WKClern aber weiterhin 10%.
Ähnlich wie in 2025 bieten Corinna und Matthias wieder ein 4-stündiges Grundlagentraining an. Es findet am 6. September statt und ist gedacht für Mitglieder, die keine Erfahrung oder wenig Erfahrung mit dem Paddelsport haben.
Vom Muskelkater in den Oberarmen bis zum Eskimorollen-Trugschluss: Welche Weisheiten man sich erzählt – und was wirklich dahintersteckt.
Wer regelmäßig am Bootshaus oder nach einer gemeinsamen Tour beim Kaltgetränk zusammenkommt, kennt sie bestimmt: die typischen Besserwissereien, Mythen und Halbwahrheiten des Wassersports. Zeit, die 5 weitverbreitetsten Irrtümern einmal zu beleuchten!
Irrtum #1: „Kajakfahren geht vor allem auf die Arme und den Bizeps.“
Der absolute Klassiker unter Einsteigern. Nach den ersten Touren klagen viele über ziehende Muskeln in den Ober- und Unterarmen. Die fehlerhafte Schlussfolgerung lautet oft: „Mir fehlt einfach die Kraft in den Armen.“
Die Realität: Wer aus den Armen zieht, paddelt anatomisch und physikalisch falsch. Die eigentliche Kraft beim Kajakfahren kommt aus der Rumpfrotation (Bauch- und Rückenmuskulatur) sowie aus dem Beineinsatz über die Fußstützen. Die Arme dienen lediglich als gestreckte Hebel zur Kraftübertragung. Wer sauber aus dem Rumpf dreht, paddelt ausdauernder, schneller und schont die Schultergelenke.
Irrtum #2: „Wer kentert, muss zwingend die Eskimorolle können.“
Anfängern wird nachmal eingeredet, die Eskimorolle sei sehr wichtig für die Sicherheit. Wer sie nicht beherrscht, sei auf dem Wasser nicht sicher unterwegs.
Die Realität: Besonders im Wander- und Tourenbereich ist die Rolle oft gar nicht machbar – breite Boote und riesige Luken machen das Aufrichten physikalisch extrem schwer. Der eigentliche Trugschluss liegt woanders: Viele Paddler beherrschen weder die Kantenkontrolle noch den Wiedereinstieg auf offenem Wasser.
Statt der Eskimorolle sind das Beherrschen der flachen/hohen Stütze (Prävention!) sowie verlässliche Rettungstechniken im tiefen Wasser (Partnerrettung, Re-Enter & Pump, Paddelfloat) die wahren Lebensversicherungen für Wandersportler.
Irrtum #3: „Mit dem neuen, teuren Boot fahre ich automatisch besser.“
Der Zubehörkatalog verlockt mit Hightech-Materialien: Wer das neueste Carbon Wing-Paddel oder ein sehr teures Wanderboot kauft, gleicht alle technischen Schwächen aus.
Die Realität: Ein schnelleres oder kippeligeres Boot verstärkt Fahrfehler oft sogar! Was wirklich zählt, sind Bootsgefühl, Wasserlesen und eine saubere Kantenführung. Investiert das Geld lieber in ein fundiertes Sicherheitstraining oder einen Fahrtechnikkurs im Verein – das bringt auf dem Wasser ungleich mehr als jedes Material-Upgrade.
Irrtum #4: „Auf meinem Hausfluss kenne ich jede Stelle – mir kann nichts passieren.“
Wer ein Gewässer seit vielen Jahren bepaddelt, neigt zur Routine und wiegt sich in absoluter Sicherheit.
Die Realität: Flüsse sind dynamische Systeme. Ein einziger Sturm kann einen Baum quer über den Fluss werfen (akute Unterspülungs- und Lebensgefahr!). Schon leicht veränderte Wasserstände verwandeln friedliche Stellen in tückische Rückläufe. Fahre auch vertraute Strecken immer mit aufmerksamem Blick und Respekt vor der Natur.
Irrtum #5: „Ich bin fit und kann gut schwimmen, die Weste kann auf dem Deck bleiben.“
Gerne bereits ab dem Frühjahr zu beobachten: Die Schwimmweste wird hinter den Sitz geklemmt oder auf das Vordeck geschnallt, weil es „zu warm“ ist.
Die Realität: Eine Weste auf dem Deck nützt im Notfall gar nichts. Wer bei einem Sturz ins Wasser mit dem Kopf an einen Stein oder das Boot stößt und das Bewusstsein verliert, ertrinkt ohne Weste umgehend. Zudem verliert man im kalten Frühjahrswasser innerhalb von Minuten die Feinmotorik in den Händen. Die Schwimmweste gehört auf den meisten Gewässern fest verschlossen an den Körper!
Fazit & Einladung zum Vereins-Training
Der Kajaksport lebt vom Spaß auf dem Wasser, der Natur und der Gemeinschaft in unserem Verein. Doch Sicherheit und eine saubere Technik kommen nicht von allein.
Lust bekommen, die eigene Technik zu verfeinern?Corinna und Matthias planen für den 6.September 2026 wieder einen Grundlagenkurs für Vereinsmitglieder – Details finden sich hier im Kalender.