Ein neues Kapitel für den 14. OC-Ostseecup: Nachdem das Event über Jahre erfolgreich vom SV Breitling organisiert wurde, lag die Verantwortung nun in neuen Händen. Die Kanufreunde Rostocker Greif e. V. haben die Ausrichtung übernommen und führten die Tradition dieses sportlichen Highlights fort. Mit viel Herzblut und Erfahrung sorgte das neue Orga-Team dafür, dass der OCO auch 2026 ein unvergessliches Erlebnis für die Paddel-Community wurde.






Gepaddelt wurde eine Strecke von 20 km von Kühlungsborn nach Warnemünde per Surfskis oder Outrigger Canoe.
Es gab insgesamt an die 90 Teilnehmer, teilweise auch aus dem europäischen Ausland. Da der Wind mit 4-6 Bft recht ordentlich blies, war es eine anspruchsvolle Veranstaltung mit entsprechender Welle.
Vom WKC nahmen Sebastian und Michael v E. teil.
“Nachdem ich [Michael] die letzten Jahre nicht teilnehmen konnte, war ich froh, endlich mal wieder einen Downwind fahren zu können. Die Bedingungen waren diesmal sehr gut, aber auch anspruchsvoll.
Es wehte schon am Vortag ein kräftiger W-NW-Wind , so das wir am Nachmittag noch einen kurzen 13 km Downwind von Kühlungsborn nach Börgerende fahren konnten. Das vermittelte schon mal einen kleinen Vorgeschmack für die Bedingungen am Renntag.






Die Wellen waren schon recht anspruchsvoll und mir kam mein Nelo 550 Ski dann plötzlich recht kippelig vor, obwohl der mit 47 cm Breite nicht unbedingt zu den schmalen Surfskis gehört.
Am nächsten Morgen beim Rennstart in Kühlungsborn wehte es immer noch mit 4-6 Bft aus nordwestlicher Richtung. Erstmal ging es ca. 1 km gegen den Wind zu einer Wendeboje um genug Abstand zur Küste zu bekommen.
Dann begann der eigentliche Downwind mit dem Ziel Warnemünde. Die grösseren Wellen kamen sozusagen über die linke Schulter und man mußte der Versuchung wiederstehen diese zu surfen, da sie einem zu sehr in Richtung Küste brachten. Ich versuchte daher die kleineren Wellen zu surfen, die in die richtige Richtung liefen, was mir in dem Wellenchaos mehr recht als schlecht gelang.
Der richtige Flow wollte sich nicht so recht einstellen, was vielleicht auch daran lag, das ich nicht so ganz entspannt im Boot saß. Nach ca. 15 km machte die Küstenlinie einen Knick und die Wellen kamen jetzt mehr von hinten, was die Sache einfacher machte. Ich mobilisierte nochmal meine Kräfte und konnte auf den letzten Kilometern nochmal richtig gut surfen.





Am Ende war ich mit einer Zeit von knapp unter 1 St. 46 min. für 20 km eher langsam unterwegs, aber die Zeit ist für mich auch eher nebensächlich. Es hat auf jeden Fall grossen Spaß gemacht! Nächstes mal nehme ich vielleicht ein etwas stabileres Boot.“
Sieger bei den Männern wurde der Lokalmatador und Ex-Surfski-Weltmeister Gordan Harbrecht in einer Zeit von 1:09:26 !! dicht gefolgt von dem dem akuellen Vizeweltmeister Pierre Vilella.
Siegerin bei den Frauen wurde Louisa Waltermann mit einer Zeit von 1:27:53
* Fotos von Hannah May

