Mit dem Wetter hatten wir großes Glück! Es war deutlich besser als vorhergesagt. Ein Mix aus etwas Sonne und kompakter Bewölkung, dazu schwacher Südwestwind mit etwa 3 Bft – beste Voraussetzungen für unsere herbstliche Zeltübernachtung.
Pünktlich um 14:00 Uhr starteten wir bei 12 °C von unserem Bootssteg in Richtung Kälberwerder.
Wie schon in den vergangenen Jahren wurde die Fahrt von Corinna und Matthias F.-V. organisiert. Corinna war so nett, beim „Ruderclub am Wannsee“ eine Übernachtungsgenehmigung für uns einzuholen. Matthias, Michael M. und Norbert hatten außerdem bereits am Vortag das von Udo und Antje gespendete Holz für unser Lagerfeuer nach Kälberwerder transportiert. So war alles vorbereitet, damit wir es am Abend warm, gemütlich und romantisch haben konnten.
Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, ließen wir uns das Abendessen schmecken. Anschließend versammelten wir uns am Lagerfeuer und genossen die gemeinsame Zeit bis Mitternacht. Bei Wein, süßen Leckereien, Gitarrenbegleitung von Matthias und Gesangseinlagen von uns allen verging der Abend wie im Flug.
Wunderbar – ein rundum gelungener Herbstabend!
Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam, packten unsere Sachen zusammen und paddelten anschließend direkt über den Großen Wannsee zurück zum WKC.
Auch am Sonntag spielte das Wetter wieder mit. Entgegen der Vorhersage von bis zu 6 Bft erwartete uns lediglich ein Wind der Stärke 3, in Böen bis etwa 4 Bft. Bei schwachem Südwestwind konnten wir unsere Rückfahrt entspannt genießen.
Damit ging eine wunderschöne herbstliche Übernachtungsfahrt zu Ende – mit viel Natur, einem gemütlichen Lagerfeuer, Musik und Gesang sowie netten gemeinsamen Stunden.
Leider hatten einige Mitglieder abgesagt wegen Krankheit und er schlechten Wetterorhersage sodaß wir dieses Jahr eine kleine Runde waren.
Die größte Fachmesse des Paddelsports in Europa fand vom 30. September bis 2. Oktober mit rund 150 Ausstellern statt. Der Schwerpunkt lag auf leichteren, vielseitigeren Booten, elektrischer Unterstützung, sicherheitsorientierter Ausrüstung und nachhaltigeren Materialien.
Folgende Produkte wurden im Rahmen der Paddle Sports Product of the Year Awards ausgezeichnet. Die Jury bewertete dabei Produkte für die Saison 2026; insgesamt wurden zwölf Kategorien prämiert.
Die automatische Lodestone-Leash und die NRS Vector PFD zeigen, dass Sicherheitsausrüstung stärker auf konkrete Unfallsituationen und bessere Bewegungsfreiheit ausgelegt wird. Besonders interessant ist die Kombination aus sicherem Halt im Normalbetrieb und automatischer Trennung bei einer Verfangsituation.
Mehrere Neuheiten versuchen, unterschiedliche Einsatzbereiche abzudecken:
Der Valley Genesis 14.10 soll kurze, spielerische Abmessungen mit Tourentauglichkeit verbinden.
Der Lekker Petrel kombiniert Stabilität und Geschwindigkeit mit Stauraum für längere Touren.
Der Palm x Hobson Eclipse richtet sich an Paddler, die sowohl Flusswellen als auch Brandung nutzen möchten.
Für Tourenpaddler ist das ein interessanter Trend: Statt eines spezialisierten Bootes geht es zunehmend um möglichst vielseitige Kajaks, die auf Tagestouren, Fitnessfahrten und kleineren Expeditionen funktionieren.
Mit dem BMW x SipaBoards Tourer Electric wird elektrisches Paddeln stärker als eigenständiges Produktsegment sichtbar. Das Board soll durch integrierten Jet-Antrieb, Selbstaufblasfunktion und Paddelsteuerung leichter zugänglich werden. Es ist allerdings eher eine motorisierte Ergänzung zum Paddelsport als ein klassisches SUP im sportlichen Sinn.
Die Messe zeigte Nachhaltigkeit nicht nur als allgemeines Markenversprechen, sondern direkt im Material:
recyceltes Nylon aus alten Fischernetzen bei Palm,
vollständig recycelte Stoffe bei Level Six,
PFAS-freie Ausrüstung und Bekleidung,
langlebige Konstruktionen für anspruchsvolle Einsatzbereiche.
Das ist besonders bei Trockenbekleidung relevant, weil dort bisher viele leistungsfähige Beschichtungen und Membranen mit problematischen Fluorchemikalien verbunden waren.
Beim Packraft JAWS Icare 4.x, dem Hobie iTrek Angler und dem Prijon Finna ist derselbe Grundgedanke erkennbar: geringeres Gewicht und einfacherer Transport, ohne die Produkte auf Freizeitnutzung zu beschränken. Für Bahnreisen, Camping, Wohnmobil und längere Anfahrten ist das wahrscheinlich der praktischste Messe-Trend.
Insgesamt war die Messe weniger von einer einzelnen revolutionären Bootskonstruktion geprägt. Auffälliger war die Kombination aus Multifunktionalität, geringem Packmaß, elektrischer Unterstützung, verbesserter Sicherheit und nachhaltigeren Materialien.
Ausrichter des diesjährigen Abpaddelns der Unterhavelvereine des LKV war der WSC Klare Lanke.
Wir starteten um 10:20 Uhr am WKC, um pünktlich um 11:00 Uhr bei der etwa 2,5 km entfernten Veranstaltung einzutreffen.
Das Wetter zeigte sich spätsommerlich: Zum Start hatten wir angenehme 18 °C, später stiegen die Temperaturen auf 24 °C. Der Wind wehte mäßig mit etwa 3 Bft, in Spitzen bis 5 Bft.
Beim WSC Klare Lanke wurden wir herzlich empfangen und mit einem hervorragenden Buffet verwöhnt. Anschließend hatten wir Gelegenheit, das wunderschöne Vereinsgelände und das denkmalgeschützte Gebäudeensemble zu besichtigen. Das ehemalige Kutscherhaus, der Pferdestall und das Gesindehaus werden heute als Vereinshaus genutzt und verleihen dem Gelände einen ganz besonderen Charme.
Nach der Rede von Jörg in seiner Funktion als LKV-1. Vizepräsident machten sich einige Paddlerinnen und Paddler zur Wannseerunde auf den Weg. Die anderen paddelten direkt zurück zum WKC.
Teilgenommen haben: Jörg, Udo, Matthias, Norbert, Ulrike, Antje, Sabine, Ulrich, Jost, Ingrid, Louis und Elke.
Am 20. September war wieder World Cleanup Day! Trotz des Wahlsonntags trafen sich dank Judiths super Organisation eine tolle Truppe auf dem Wasser: Jörg, Udo, Richard, Ulrike, Antje, Paul, Michael M., Annika, Steffen und Elke machten sich gemeinsam für eine saubere Umwelt stark.
Bei spätsommerlichem Wetter und einer frischen Briese nahmen wir uns die Strecke vom WKC bis zur Wannseebrücke und zurück über den Stölpchensee vor. Ausgerüstet mit Müllbeuteln vom DKV und passenden T-Shirts – ein herzliches Dankeschön an Jörg bzw. Kanu-Connection für die Unterstützung für unser einheitliches Vereins-Outfit! – ging es ans Werk.
Und die Ausbeute konnte sich sehen lassen: Von Plastikstühlen und Fendern bis hin zu unzähligen Dosen wanderten die unterschiedlichsten Fundstücke in unsere Beutel. Dabei gab es starken Einsatz an allen Fronten: Michael säuberte das Ufer flexibel von Land aus, und Ulrike sammelte auf dem Heimweg unter der Wannseebrücke noch genau die Dinge ein, an die wir vom Kajak aus nicht heranreichen konnten. Teamwork par excellence!
Für das nächste Jahr haben wir auch schon wertvolle Erkenntnisse gesammelt: Greifzangen und ein eigenes Transportboot stehen definitiv ganz oben auf der Packliste.
Nach getaner Arbeit ließen wir den erfolgreichen Tag gemütlich bei Würstchen, einem kühlen Bier und einem Glas Sekt ausklingen. Ein rundum gelungener Tag für die Natur und unsere Gemeinschaft!
Wer auf unseren heimischen Gewässern – ob auf der Havel, Spree oder der Berliner Seenplatte – unterwegs ist, trifft meist auf eine Armada aus PE- und GFK-Booten. Kunststoff ist praktisch, unempfindlich und serienmäßig gefertigt. Doch Hand aufs Herz: Habt ihr nicht auch schon einmal neidisch hinterhergeblickt, wenn ein blitzend lackiertes Holzboot oder ein federleichtes, stoffbespanntes Skin-on-Frame-Kajak geräuschlos an eurer Vereinssteg-Kante vorbeigeglitten ist?
Ein Holzkajak ist nicht nur ein Sportgerät; es ist ein Kunstwerk, eine Lebenseinstellung und ein Stück angewandte Physik. Und das Beste daran: Man muss weder ein gelernter Bootsbauer mit jahrelanger Erfahrung sein noch eine eigene Tischlerwerkstatt besitzen. Direkt vor unserer Haustür in Berlin haben sich spezialisierte Werkstätten etabliert – und auch direkt bei uns vor Ort am Wannsee tut sich Erstaunliches!
In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Bauweisen, vergleichen Holz mit klassischen GFK-Kajaks sowie High-End-Rennkajaks, werfen einen genauen Blick auf die Berliner Kursanbieter und zeigen, warum das Konzept von “Deus Delighted” für unseren Verein ganz besonders spannend ist.
1. Warum Holz? Der Vergleich: Holzkajak vs. GFK-Tourenkajak vs. Rennkajak
Für Paddler, die den Umstieg von den typischen GFK-Booten (glasfaserverstärkter Kunststoff) oder den Einsatz im Renn- und Fitnessbereich erwägen, stellen sich vorab oft praktische Fragen. Holz wirkt im ersten Moment pflegeintensiv und empfindlich – doch wie schlägt es sich im Direktvergleich mit Touren- und High-End-Rennkajaks?
Eigenschaft
Holzkajak (Stitch & Glue / Skin-on-Frame)
GFK- / PE-Tourenkajak
Composite-Rennkajak (z. B. Carbon/Kevlar)
Gewicht
Sehr leicht (ca. 12–18 kg; Skin-on-Frame teils ab 12 kg)
Mittel bis schwer (ca. 22–28 kg je nach Schichtaufbau)
Extrem leicht (ca. 8–12 kg je nach ICF-Klasse / Material)
Steifigkeit & Dynamik
Sehr hoch durch Verbund aus Holz & Glasfaser/Epoxid
Ein modernes Holzboot in Verbundbauweise schlägt eine faszinierende Brücke zwischen der Laufruhe eines Tourenbootes und dem Leichtgewicht eines Rennkajaks:
Gegenüber Touren-GFK: Es spart oft 5 bis 10 kg Gewicht ein. Das macht sich nicht nur beim Aufladen auf den Autodachträger bemerkbar, sondern sorgt auch für eine spürbar spritzigere Beschleunigung auf den ersten Paddelschlägen.
Gegenüber Rennkajaks: Während reine Carbon-Rennkajaks extrem empfindlich gegenüber seitlichen Stößen, Steinen oder Unachtsamkeiten am Steg sind, verzeiht die Holz-Sandwichbauweise alltägliche Grundberührungen deutlich besser. Zudem bieten Selbstbau-Holzkajaks mehr Formstabilität für Gepäcktouren und rauere Gewässer.
2. Bauweisen im Überblick: Welches Boot passt zu mir?
A. Stitch & Glue (Nähen und Kleben)
Wie es funktioniert: Aus hochwertigem Bootsbausperrholz (z. B. Okoumé oder Sapele) werden die einzelnen Rumpf- und Decksplanken per Laser oder CNC-Fräse präzise zugeschnitten. Diese Platten werden mit Draht oder Kabelbindern („Stitch“) zusammengeheftet, bis die Form steht. Anschließend werden die Nähte von innen und außen mit Epoxidharz und Glasfaserbändern verklebt („Glue“) und der Rumpf komplett laminiert. Charakter: Sehr schnittige, Multiknickspant-Rümpfe mit hoher Formstabilität und moderner Ästhetik. Vorteil: Hohe Erfolgsgarantie, extrem passgenau, extrem robust.
B. Skin-on-Frame (Grönland- / Traditionelle Bauweise)
Wie es funktioniert: Aus Massivholzleisten (z. B. Esche, Kiefer oder Red Cedar) wird ein elastisches Holzskelett gefertigt. Dieses Skelett wird anschließend mit einem extrem belastbaren Gewebe (oft dicht gewebte Baumwolle oder ballistisches Nylon) fest bespannt und impermeabel beschichtet bzw. bemalt. Charakter: Bionisch, hochflexibel im Wellengang, extrem leicht. Vorteil: Unschlagbar geringes Gewicht (oft unter 15 kg) und ein unverfälschtes, traditionelles Paddelgefühl wie bei den Inuit.
C. Leistenbauweise (Strip Planking) & Klinkerbau
Wie es funktioniert: Feinste Holzleisten werden über ein Rahmengerüst (Mallspanten) geleimt und anschließend verschliffen sowie laminiert, oder wie beim Klinkerbau überlappend verlegt. Charakter: Klassische Eleganz mit organischen, rundlich geschwungenen Rumpfformen. Vorteil: Optisch die absolute Königsdisziplin, erfordert jedoch sehr viel Arbeitszeit.
3. Fokus: Deus Delighted – Ingenieurskunst& Lokalkolorit
Ein Anbieter sticht für uns besonders heraus: Deus Delighted von Andreas Deus. Andreas ist nicht nur Ingenieur und seit über 25 Jahren selbst leidenschaftliches Mitglied im Kanuclub Zugvogel Berlin e.V., er bringt als Strömungstechniker auch eine extrem hohe fachliche Expertise in den Bootsbau ein.
Seine Boote zeichnen sich dadurch aus, dass sie hydrodynamisch optimiert sind, ohne den Praxisbezug für uns Paddler zu verlieren. Im Vordergrund stehen durchdachte Konzepte, hervorragende Fahreigenschaften und die Freude am gemeinsamen Erbauen.
Direkter Bezug zu unserem Vereinsgelände & die Modelle „Wannsee“ und „ALVA 550“
Viele Vereinsmitglieder haben es vielleicht schon mitbekommen: Das Thema ist bei uns greifbarer als je zuvor! Unser Mitglied Kay-Uwe Brodersen (Brody) hat sein erstes Boot – das speziell entwickelte Modell „Wannsee“ – in der Werkstatt des Schülerinnen Ruderverbands Wannsee (SRVaW) direkt in unserer Nachbarschaft gebaut. Das Projekt hat Interesse und viele Fragen im Verein geweckt. Inzwischen legt Kay bereits sein zweites Boot bei uns auf Kiel: den schnellen Langstrecken-Gleiter ALVA 550.
Andreas hat die Entwicklung des Modell „Wannsee“ eng begleitet und unterstützt die Projekte tatkräftig. Kays Baufortschritt und der gesamte Entstehungsprozess wurden in sehr anschaulichen und aussagekräftigen YouTube-Videos dokumentiert. Alle Videos und tieferen Einblicke findet ihr direkt auf der Website unter www.deusdelighted-kayaks.com.
Vereins-Workshops vor Ort: Das Boot im eigenen Verein bauen!
Das Besondere am Konzept von Deus Delighted: Neben den regulären Kursterminen in Berlin (max. 4 Teilnehmende für eine extrem hohe Betreuungsdichte durch erfahrene Bootsbaumeister) bietet Andreas auch individuelle Vereins-Workshops an. Drüber hinaus kann man auch den Bau fertiger Boote bestellen. Bausatz- und Workshop-Optionen stehen grundsätzlich jedem zur Verfügung. Wer jedoch keine Zeit oder keinen Platz für den Selbstbau hat oder eine High-End-Ausführung bevorzugt, kann sich das Boot direkt bauen lassen.
4. Weitere Berliner Anbieter im Überblick
Neben Deus Delighted gibt es in der Region weitere spannende Adressen und Konzepte für Selberbauer:
Anbieter
Hauptsächlicher Bautyp
Standort
Deus Delighted Kayaks
Stitch & Glue / Perf.
Spandau
KAOS Berlin
Skin-on-Frame / Stoff
Oberschöneweide
UrbanIndian
Skin-on-Frame / Kanus
Oberschöneweide
Berger Boote
Stitch & Glue / Allround
Lichtenberg
Alveus Bootsbau
Klinker / Traditionell
Werder
KAOS Berlin & UrbanIndian
Websites:kaosberlin.de / urbanindian.org Fokus:Skin-on-Frame (Holzskelett mit Stoffbespannung) und Leichtbau-Kanus. Konzept: Im Kreativzentrum KAOS in Berlin-Oberschöneweide baut ihr unter der Leitung von Nikola Raspopovic in kleinen Gruppen innerhalb von etwa 5 Tagen euer eigenes Boot. Zunächst entsteht das feingliedrige Holzskelett aus Spanten und Längsleisten. Das Holz wird geölt, bevor der Rumpf mit naturbelassenem Baumwollstoff straff bespannt und anschließend mit wetterfester Farbe endbehandelt wird. Hinter UrbanIndian steht ebenfalls der Kajakentwickler Nikola Raspopovic (eng vernetzt mit der Werkstatt im KAOS Berlin). Der Fokus liegt auf wendigen, universell einsetzbaren Leichtbau-Kanus und -Kajaks. Der Workshop dauert in der Regel 5 Tage. Neben reinen Kursen in der Berliner Werkstatt werden teils auch Bau-Workshops in der Natur angeboten. Besonderheit: Extrem leichte Ergebnisse (Doppelpaddel-Kanus/Kajaks ab ca. 13 kg) und ein komplett ökologisch nachhaltiger Materialansatz. Die Jungfernfahrt findet direkt vor der Werkstatttür auf der Spree statt! Fokus auch auf Ergonomie, Leichtigkeit und die Kombination aus klassischem Kanubau mit moderner Linienführung. Zudem werden auch edle, maßgefertigte Holzpaddel hergestellt.
Berger Boote
Website:bergerboote.de Fokus:Stitch & Glue Allrounder. Konzept: Lutz Berger ist eine der bekanntesten Anlaufstellen für Selbstbau-Bausätze und Workshops in Deutschland. In seiner stilvollen Werkstatt auf dem Areal der historischen „Fahrbereitschaft“ in Berlin-Lichtenberg baut ihr in einem 6-Tage-Workshop (Montag bis Samstag) ein Boot eurer Wahl. Das Angebot reicht vom flotten Einer-Kajak über Mehrener-Kanus bis hin zu SUPs. Besonderheit: Hervorragend strukturierter Kursablauf. Nach 6 Tagen ist das Boot rohbaufest, formstabil, außen wie innen beschichtet und transportfähig für den Dachträger. Die feinen Endarbeiten (Feinschliff, Endlackierung zum UV-Schutz) werden zu Hause erledigt.
Alveus Bootsbau
Website:alveus-bootsbau.de Fokus: Klinkerbauweise und traditionelles Handwerk mit Hobel und Ziehklinge. Konzept: Bootsbaumeister Fritz Müller steht für kompromissloses Traditionshandwerk. In mehrtägigen Spezialkursen (z. B. 6 bis 9 Tage, teils an Wochenenden) baut man hier oft zu zweit als Team authentische Klinkerboote oder klassische Holzkanus. Besonderheit: Tiefes Eintauchen in die traditionelle Materialkunde, den Umgang mit Spezialwerkzeugen (Rauhbank, Ziehklinge) und formschöne Holzverbindungen. Ideal für Handwerksbegeisterte, die Bootsbau in seiner ursprünglichsten Form lernen wollen.
5. Zeitaufwand & Ablauf: Wie realistisch ist der Bau in einer Woche?
Viele Paddler fragen sich: „Kann ich als Laie ohne Schreinerlehre wirklich an einem Montag anfangen und am Samstag mein Boot nach Hause fahren?“
Die kurze Antwort lautet: Ja, das funktioniert – dank durchdachter Vorbereitung durch die Kursleiter.
Der typische Fahrplan eines 6-Tage-Workshops (Beispiel Stitch & Glue)
Tag 1: Vorbereitung & Vernähen – Bausatzteile ausrichten, stoßen, vernähen
Tag 2: Verkleben & Verharzen – Hohlkehlen ziehen, Nähte sichern
Tag 3: Rumpflaminat – Außenhaut mit Glasfaser & Epoxid überziehen
Tag 5: Deckslaminat & Schliff – Decksfläche laminieren, Anbauteile anpassen
Tag 6: Abnahme & Transport – Aushärtung prüfen, Verladen für Dachträger
Was bleibt für zu Hause?
Am Ende der Kurswoche ist das Kajak strukturell komplett fertig, wasserdicht verschlossen und stabil genug für den Transport auf dem Autodach.
Zuhause erfordert das Projekt noch etwa 15 bis 30 Stunden Nacharbeit:
Feinschliff: Glätten von Epoxidharz-Überständen.
UV-Schutzlackierung: Epoxidharz ist nicht dauerhaft UV-stabil. Es benötigt 2 bis 3 Schichten eines hochwertigen 1K- oder 2K-Bootslacks (Klarglasur).
Endmontage: Ausbau von Cockpit, Sitzpolstern, Decksleinen, Schenkelstützen und ggf. Steueranlage.
5. Voraussetzungen: Was musst du mitbringen?
Du benötigst keine Vorkenntnisse im Bootsbau oder der Tischlerei. Die Anleiter führen Schritt für Schritt durch alle Prozesse.
Handwerkliches Grundverständnis: Geduld, Genauigkeit, Feingefühl für Holz
Physische Ausdauer: 6 Tage stehende Arbeit & Schleifarbeit
Schutzmaßnahmen: Tragen von Atemschutz (Schleifstaub/Harz)
Transportmöglichkeit: Dachträger / Hänger für den Abtransport
6. Kostenrechnung: Was kostet das Traumboot?
Ein Selbstbau-Kajak ist preislich nicht mit einem günstigen Gebrauchtboot zu vergleichen, liegt aber meist auf dem Niveau eines hochwertigen Serien-GFK- oder Carbon-Kajaks. Dafür erhält man ein absolut einzigartiges Schiff.
Kostenstruktur (Beispielwerte):
Workshop-Gebühr / Betreuung: ca. 650 € bis 950 € (je nach Kursdauer und Betreuungsschlüssel). (Hinweis: Manche Anbieter bieten Rabatte für Bauteams, wenn zwei Personen an einem Boot arbeiten).
Material-Bausatz / Holz & Beschichtung: ca. 800 € bis 1.800 € (abhängig von Bootsgröße, Holzart, Schotten, Gepäckluken und Beschichtungsset).
Verbrauchsmaterial & Kursausstattung: Meist in der Kursgebühr enthalten (Schleifmittel, Pinsel, Epoxidharz, Arbeitsschutz).
Finish zu Hause: ca. 50 € bis 120 € für Bootslack, Pinsel und Dichtstoffe.
Gesamtkosten: Ein betriebsbereites, selbstgebautes Premium-Holzkajak schlägt in der Regel mit ca. 1.500 € bis 2.800 € zu Buche.
7. Werkstatt, Werkzeug & Nachbereitung für zu Hause
Wer das Boot nach dem Kurs mit nach Hause nimmt, braucht für den Feinschliff keinen professionellen Maschinenpark:
Stellplatz: Ein trockener Raum (Garage, Keller, Unterstand oder Vereins-Werkstatt) mit mindestens 15–20 °C Temperatur für die Aushärtung des Lackes.
Basic-Werkzeug:
Exzenterschleifer mit Absaugung (Körnung 80 bis 320)
Ziehklinge für feine Harznasen
Hochwertige Lackierwalzen (Schaumstoff/Kurzflor) und Lackierpinsel
Schutzmaske (Aktivkohle- / Partikelfilter P3)
8. Pflege, Reparatur und Lebensdauer
In Vereinskreisen hält sich hartnäckig der Mythos, Holzboote seien extrem empfindlich. Für moderne Holz-Epoxid-Kajaks gilt das keineswegs:
Robustheit im Alltagsbetrieb: Ein Rumpf, der mit Glasfaser und Epoxidharz geschützt ist, verzeiht Grundberührungen mit Kies oder Holz problemlos.
Pflegeaufwand: Das Boot sollte nach dem Paddeln trocken gelagert und nicht monatelang praller Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden (UV-Strahlung lässt den Lack mit den Jahren vergilben oder spröde werden). Alle 3 bis 5 Jahre reicht ein leichter Zwischenschliff mit einer neuen Schicht UV-Klarlack, um das Boot wie neu erstrahlen zu lassen.
Reparatur: Sollte nach einer heftigen Kollision doch einmal ein tiefes Loch im Holz sein: Stelle trocknen lassen, beschädigtes Holz/Gewebe ausschleifen, neues Glasfasergewebe mit Epoxid aufspachteln, verschleifen, drüberlackieren – fertig. Die Reparatur ist oft einfacher und unauffälliger durchzuführen als bei Gelcoat-Schäden auf GFK.
Fazit: Das ultimative Winter- oder Frühjahrsprojekt
Ein Kajak selbst zu bauen ist eines der erfüllendsten Abenteuer, die man als Wassersportler erleben kann. Von der ersten flachen Holzplanke bis zum feierlichen Bootstauf-Moment am Steg vergehen nur wenige Wochen. Auf dem Wasser belohnt euch ein Holzboot mit hervorragenden Laufeigenschaften, neidischen Blicken an jedem Rastplatz und dem unbezahlbaren Gefühl, mit den eigenen Händen etwas Dauerhaftes geschaffen zu haben.
Wer im kommenden Frühjahr oder Sommer mit einem echten Hingucker auf Tour gehen möchte, sollte sich frühzeitig bei den Berliner Anbietern informieren – die Workshop-Plätze für die Baukurse sind aufgrund der kleinen Gruppengrößen meist schnell ausgebucht!
Dass Kay ein zweites Boot baut, zeigt, wie anziehend das Thema ist. Wenn ihr neugierig geworden seid, schaut euch die Videos von Kay und Andreas unter www.deusdelighted-kayaks.com an. Bei entsprechendem Interesse im Verein können wir vielleicht Andreas Deus direkt zu uns für einen WKC-Workshop einladen!
Liebes WKC-Mitglied, wenn Du unverbindlich Interesse an so einem WKC Workshop bekunden möchtest, dann bitte einfach hier den Daumen hoch drücken! Die Info wird dann weitergegeben.
Ansonsten viel Spaß beim Planen und Holzspäne-Machen – wir sehen uns auf dem Wasser!
Es ist bald wieder soweit. Das Kanusportjahr endet am 30.09.2026.
Ich bitte die papiergeführten Fahrtenbücher und die Nachweise für Schulungen bis zum 10.10.2026 in unserem Vereinsraum auf dem Tisch zu hinterlegen damit ich diese einsammeln kann.
Wanderfahrerabzeichen Anträge Silber, Gold, Gold Sonderstufe, Globus bitte 2-fach abgeben. Die aktuellen editierbaren Anträge findet Ihr unter:
www.kanu.de dort dann -> suche / Wanderfahrerabzeichen Anträge / Downloads
Die Abgabe der im eFB geführten Fahrtenbücher ebenfalls bitte zum 10.10.2026 einreichen. Eine Anleitung zur Abgabe im eFB erhaltet Ihr unter:
www.kanu-efb.de dort dann -> Support / Kurzanleitungen / An Wettbewerben teilnehmen
Matthias und Corinna führten den Grundlagenkurs Anfang September durch.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde von Jonas W, Jonas S, Sabine und Anja gab es einen theoretischen Teil, in dem die unterschiedlichen Bootsformen und Paddelformen in ihren Materialien und ihren Möglichkeiten besprochen wurden. Zur Theorie gehörten z.B. auch die richtige Sitzposition im Boot und die Paddelhaltung. Im praktischen Teil wurde das Ein -und Aussteigen am Steg sowie auch am Seeufer geübt. Weiterhin wurden die Grundtechniken des Vorwärts Paddelschlags auf dem Pohlesee geübt.
Besten Dank für das Engagement und die Ermöglichung des Grundlagenkurses an Corinna und Matthias 🙏
Wer es im Nachinein schade findet, dass er nicht dabei war, möge doch den Beiden einen Wink geben, damit ihr infor,iert werdet, wenn das nochmal angeboten wird in 2027.
Jörg hatte nochmal nachgefragt bezüglich des bisher möglichen 10%-Globetrotter-Rabattes für WKC-Mitglieder.
Dieser Rabatt wird nun von Globetrotter (schwedischer Konzern Fenix Outdoor zu dem u. a. auch Fjällräven, Hanwag und Primus gehören) nicht mehr gewährt.
Angeblich sollen die lokalen Filialen im nächsten Jahr wieder mehr Mitspracherechte bei diesen Themen bekommen, so daß dann vielleicht wieder etwas möglich ist.
Kanu-Connection bietet WKClern aber weiterhin 10%.